[Autoreninterview] Interview mit Elea Noir

Hallo alle zusammen, heute erscheint das dritte Interview auf Clees Bücherwelt! Ich hatte nämlich die Ehre erneut eine Autorin über ihre Arbeit und ihren Alltag ausfragen zu dürfen  – dieses mal Elea Noir, die Schöpferin des Romantasy-Romanes Super Nova, zu dem momentan auf dem Blog auch ein Gewinnspiel läuft, bei dem man drei signierte Exemplare gewinnen kann.

Aber genug der langen Vorreden. Viel Spaß!

Liebe Frau Noir, vor kurzem ist Ihr erster Roman Super Nova erschienen. Wie fühlt man sich, wenn man das erste eigene Buch in den Händen hält? War es schon immer Ihr Traum Autorin zu werden?

Es war ein überwältigendes Gefühl, das erste Mal die selbst verfasste Geschichte in Buchform in den Händen zu halten. Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, als ich das Paket öffnete und der Roman zum Vorschein kam … Es war ein Mix aus Glück, Erleichterung und tiefer Zufriedenheit. Und ja, ich wollte schon immer Autorin werden! Das Schreiben sowie das Lesen – Bücher allgemein – waren schon immer Teil meines Lebens! Selbst als kleines Mädchen verfasste ich bereits Geschichten, schrieb unzählige Gedichte und konnte an keinem Buchladen vorübergehen.


Super Nova ist ja eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die tief in die Weiten des Universums reicht. Was hat Sie zu diesem Buch inspiriert?

Inspiriert hat mich ein Junge namens Sascha! Im wahren Leben bin ich Psychologin und arbeitete während meines Praktikums in einer Klinik für Jugendliche, in der ich vor einigen Jahren Sascha kennenlernte. Es waren seine Aussagen und seine Erzählungen, die mich dazu veranlassten, „Super Nova“ zu verfassen.

 

So ein Buch zu Papier zu bringen … dazu muss man viel Disziplin aufbringen. Wie sah das bei Ihnen aus, haben Sie sich jeden Tag mit dem Vorsatz hingesetzt jetzt weiterzuschreiben? Wie dürfen wir uns den Tag einer Autorin vorstellen?

Ja, allerdings. Es gehört viel Disziplin dazu und ist zeitaufwendiger als man denkt! Wie das gewöhnliche Leben eines Autors aussieht, kann ich leider nicht sagen. Ich arbeite täglich viele Stunden in meinem „normalen“ Beruf. Schreiben ist nur mein Hobby. Ich nutze allerdings jede freie Minute um dem nachzugehen und muss mich auch nie zwingen, um etwas zu Papier zu bringen. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als allein vor meinem Laptop zu sitzen, im Hintergrund spielt meist besinnliche Musik, und eine große Tasse Cappuccino steht neben mir … Das ist meine Vorstellung von einem perfekten Tag.


Wie sehr hat die Veröffentlichung Ihres Romans Ihr Leben verändert?

Um ganz ehrlich zu sein: gar nicht! Es ist fast alles wie vorher; außer, dass ich einen gewissen Druck im Nacken spüre, weil ich weiß, dass viele auf die Fortsetzung von „Super Nova“ warten, die schon lange angekündigt war, aber an deren Verzögerung ich alleine die Schuld trage!


Es gibt ja leider nicht nur Gönner und Fans unter den Leuten. Wie gehen Sie mit Kritik um?

Kritik nehme ich gerne an, sofern ich eine gewisse Wahrheit dahinter erkennen kann. Es hilft mir nichts, wenn mir nur Positives gesagt und das Negative verschwiegen wird. Allerdings bin ich realistisch genug um zu wissen, dass ich es unmöglich jedem Recht machen kann. Dennoch bin ich ein sehr offener Mensch und Kritik aller Art ist willkommen. Dadurch kann ich versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Auf der Verlagsseite ist zu lesen, dass nächstes Jahr der zweite Teil von Super Nova erscheinen wird. Wie viele Bände sind denn insgesamt für die Reihe geplant?

Geplant ist nur noch der zweite Teil; einen dritten wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben. Allerdings liegt mir die Geschichte von „Tessa“ sehr am Herzen. Sie ist die Schwester der Protagonistin „Stella“ und findet im ersten Teil nur beiläufig Erwähnung, was sich im zweiten Teil aber ändern wird. Ihr eigenes Leben, ihre persönliche Geschichte, bringe ich gerade zu Papier. Und falls der Verlag irgendwann Interesse daran signalisiert, könnte es sein, dass es eine Veröffentlichung gibt. Aber das liegt wahrhaftig in den Sternen …


Im neuen Jahr wird noch ein weiteres Buch mit dem Namen „Silver Moon“ von Ihnen erscheinen, das nicht zu der Super Nova– Reihe gehört. Was können Sie uns über dieses sagen?

Es ist natürlich wieder ein Fantasy-Roman, jedoch ganz anders als „Super Nova“, auch wenn die Titelwahl relativ ähnlich klingt. „Silver Moon“ handelt von einem jungen Mädchen, Kira, deren Leben ein schweres Los ist. Sie und ihre Geschwister sind nach dem Tod der Mutter dem tyrannischen Vater ausgeliefert. Misshandlungen sind an der Tagesordnung. Kira erfährt nur wenig Liebe, dafür umso mehr Gewalt und Nötigung. Es kommt zu sexuellen Übergriffen durch den Freund ihres Vaters, Magnus Brock … Einen Mann den sie zutiefst verabscheut und der ihr Angst macht. Zu allem Übel wird sie gezwungen diesen Mann zu heiraten. All das, kann sie nur ertragen, weil sie seit geraumer Zeit einen Freund an ihrer Seite hat, Sakima. Sakima ist ein Wolf, den sie einst verletzt gefunden und gesund gepflegt hat. Er ist ihr Verbündeter, ihm vertraut sie alles an. Er steht immer zu ihr, und schützt sie, so gut er kann. Was Kira aber nicht ahnt: Sakima ist gar kein Wolf! Der Roman ist ca. 350 Seiten stark, er erscheint als Taschebuch im TayraNyx-Verlag. Beim Kauf ist jeweils ein Traumfänger dabei, und die Auflage mit den Traumfängern wird auch auf 100 Stück limitiert sein.


Haben Sie auch weitere Ideen, die Ihre Leser vielleicht einmal als Buch zu sehen bekommen werden?

O mein Gott … Ich habe sooo viele Ideen und so wenig Zeit! Was kaum einer weiß: Ich schreibe für einen anderen Verlag – unter einem anderen Pseudonym – noch Kurzgeschichten. Dann liegt mir die Fortsetzung von „Super Nova“ sehr am Herzen. Die angesprochene Geschichte von „Tessa“ ebenfalls! Aber dennoch gibt es eine Idee, die mich seit geraumer Zeit nicht mehr loslässt. Die Story ist im Stil von „Super Nova“, aber es geht nicht um Außerirdische oder fremde Galaxien, nein. Es geht um eine ägyptische Sage, einen magischen Ring, einen faszinierenden Wächter des Rings, und um ein junges Mädchen, die auf ihrer Urlaubsreise nach Ägypten Unglaubliches erlebt …


TayraNyx, der Verlag, unter dem ihr Buch veröffentlicht wurde, ist ja ein relativ neuer Verlag. Wie kam es dazu, dass Sie dort ihren Debütroman herausbrachten? War es für Sie von Anfang an klar, dass Sie veröffentlichen wollen?

Als ich „Super Nova“ schrieb, hatte ich nicht vor den Roman veröffentlichen zu lassen. Der Zufall brachte mich mit der Verlegerin vom TayraNyx-Verlag zusammen. Sie war es, die mir beharrlich gut zuredete, und mich letzten Endes von der Veröffentlichung überzeugte. Ja, TayraNyx ist ein ganz neuer Verlag, mit einer Verlegerin, die meine Hochachtung hat. Sie unterstützt junge, unbekannte Autoren mit all ihren Möglichkeiten. Aber nicht nur Autoren sind bei TayraNyx willkommen: Auch neue Grafiker, junge Lektoren und Korrektoren bekommen eine Chance. Gerade entwirft ein wirklich talentierter, aber völlig unbekannter Künstler das Cover für „Silver Moon“! Das kleine Team rund um den Verlag ist super, die Betreuung könnte nicht besser sein. Es ist familiär und man findet immer ein offnes Ohr. Jeden weiteren Fantasy-Roman werde ich wohl unter dem Label von TayraNyx veröffentlichen.


Was würden Sie Leuten raten, die selbst gerne schreiben und einmal Autorin werden wollen?

Niemals aufgeben, an sich glauben und einfach schreiben! Autor/in kann man nicht werden, man ist es von ganzem Herzen! Es ist die Liebe zu den Büchern, die Liebe zu den Geschichten, die ein Autor in sich spüren muss. Einige Leser meldeten sich bei mir und ließen mich wissen: ,,Ich habe auch schon mal begonnen ein Buch zu verfassen.“ Begonnen … Ja, begonnen haben viele! Das Wichtigste ist durchzuhalten, die Geschichte zu Ende zu bringen! Das sind wir unseren Geschichten und uns selbst schuldig! Also nicht unterkriegen lassen und immer schön weiterschreiben!

 

Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Geduld beim Beantworten meiner Fragen und wünsche Ihnen natürlich viel Glück und Erfolg auf Ihrem weiteren Weg als Autorin!

Hier geht es zur Homepage zum Buch, auf der ihr neben einer Leseprobe auch viel anderes noch entdecken könnt:

3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Charlousie
    Dez 16, 2010 @ 15:18:50

    Also ich habe die Vorrede gelesen! ;)
    Vielen Dank für das schöne Interview. Ich habe Super Nova geliebt und bin seeeeeeehr begeistert von diesem Buch! Deswegen war es echt interessant einiges noch einmal über die Autorin zu erfahren. Vielen Dank, ein tolles Interview! Übrigens, tut mir leid, dass ich dir keine Fragen mehr wegen Brigitte Riebe geschickt habe, aber irgendwie habe ich das verschwitzt und mir wollte da auf Anhieb nichts richtiges einfallen!

    Liebe Grüße! Ich wünsche dir tolle Ferien und eine gemütliche, weiße Weihnacht! :D

    Antworten

  2. Merle
    Dez 24, 2010 @ 07:58:35

    Wirklich? Ein neues Buch von ihr?
    Juhuuuuu!
    Ich freue, freue, freue mich schon sehr darauf! Aber was soll das heißen… es gibt also nur 100 Exemplare und dann ist fertig? Schluss, Aus, Ende? :(

    Antworten

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