[Autoreninterview und Gewinnspielankündigung] Fragen an Britta Strauß

„Sieh dich nicht um, wenn du in tiefer Nacht ein Flüstern hörst.
Ein Raunen wie das verführerische Singen der Dünen.
Der Dämon der Wüste kommt mit dem Südwind.
Sein Atem gebietet über die Zeit.
Sein Blut ist älter als die Ewigkeit.“

Hallo meine Lieben,

dieses Mini-Interview heute ist gleichzeitig der Auftakt zu einem Gewinnspiel, das nächste Woche an den Start gehen wird. Glaubt mir, was ihr dabei gewinnen könnt, wird euch aus den Socken hauen!

Doch zunächst einmal stellen wir den Ehrengast des ganzen Wirbels vor: So mancher Fan dürfte es vielleich schon wissen, aber vor kurzem ist ein neuer Roman aus der Feder von Britta Strauß erschienen. Anshar – Der Atem des Windes, den es bis zum 01.12.14 sogar für nur 0,99 € bei Amazon als eBook zu kaufen gibt. Aber bevor ihr da hinhuscht und zuschlagt, wartet erstmal ab, was hier noch Tolles auf euch wartet. Als mir ein Vögelein nämlich von dieser Neugikeit zwitscherte, musste ich augenblicklich in meinen cleeschen Spionagenanzug hüpfen und auf Mission gehen, um aus einer Autorin ein paar geheime Informationen abzuluchsen. Verständlicherweise hat Britta es vorgezogen, die Waffen niederzulegen und sofort auszupacken, als ich ihr Folter durch meinen mörderisch flehenden Groupieblick androhte… harrharr, ich krieg sie alle!

Also, ganz heiß und insidermäßig – hier das Geständnis der Britta Strauß:

Zur HP auf das Bild klicken!

 

Wie bist Du auf die Idee zu Anshar gekommen?

Wie genau die Idee zu mir kam, weiß ich nicht mehr, denn die Grundlage für Anshar war eine meiner ältesten Geschichten überhaupt. Sie fand ihre Anfänge schon in meiner Teenager-Zeit, als ich hoffnungslos für Vampire und finstere Helden schwärmte und einen Hang zu Dunkelschmalz entwickelte. Zu dieser Zeit verfasste ich einen mächtigen Papierstapel, bis zum Bersten gefüllt mit blumigen Metaphern und kitschigen Umschreibungen langhaariger Vampire. Jahre später standen mir angesichts dieser Lektüre die Haare zu Berge – aber ich sah das Potential darin und schrieb die Geschichte neu. Heraus kam eine Story namens „Snow“, die ich bei Fanfiction.de veröffentlichte. Innerhalb kurzer Zeit erarbeitete ich mir mit dieser Geschichte einen Kreis aus hibbelnden Fans, die mir die wöchentlich erscheinenden Kapitel aus den Händen rissen. Dieser unerwartete Erfolg hat mich völlig verblüfft, aber er hat nicht verhindert, das „Snow“ jahrelang in einer Schublade verschwand. Warum? Keine Ahnung. Nein, doch … mir fällt es wieder ein. Ich verlor jegliches Interesse an Vampiren und konnte mit dem Thema  nichts mehr anfangen. Stattdessen schrieb ich an einer Alien-Romanze, die ich ebenfalls auf Fanfiction.de veröffentlichte. Und hier geschah etwas absolut Unerwartetes: Meine Leser ignorierten den Helden und himmelten stattdessen Scar an, meinen geflügelten und gehörnten Bösewicht. Zugegeben: mir erging es ähnlich. Im Laufe der Story wurde ich meinem eigentlichen Helden untreu und hätte am liebsten den kompletten Plot nur um Scar herum gesponnen. Da die Alienromanze allerdings ein paar Umdrehungen zu durchgeknallt für den handelsüblichen Markt ist – was nicht bedeutet, dass ich sie nicht vielleicht irgendwann doch veröffentliche -, habe ich ein wenig „herumgebacken“. Die alte Snow-Story wurde aus der Schublade geholt, komplett überarbeitet, entkitscht, verbessert, glattgeschliffen und bekam als Sahnehäubchen einen neuen Helden. Nämlich Scar. Der wurde zwar etwas „entböst“, durfte ansonsten aber alle Attribute behalten. Anshar ist also ein Mix aus einer alten Geschichte und einem neuen, alten Helden.
 
Was zeichnet Deine beiden Helden aus?
Lillyan ist ein Mädchen, mit dem sich vermutlich jeder gerne identifizieren wird. Sie hat es im Leben nicht immer leicht gehabt, sie ist unperfekt, verträumt, vergesslich, zerstreut, hat ein paar Kilos zuviel auf den Rippen und ist – was Süßigkeiten anbelangt – absolut undiszipliniert. Sie zieht einen gemütlichen Abend auf dem Sofa einer Clubnacht vor und möchte öfter mal „ganz weit weg“. Außerdem hat sie ein Faible für Bücher. Für jede Menge Bücher. Nicht nur, weil sie in einem altmodischen, staubigen Buchladen arbeitet ;)
Anshar wiederum ist ein so tiefes Gewässer, das niemand seinen Grund erreicht. Nicht einmal Lillyan. Ein stolzes, arrogantes, egoistisches, uraltes und mächtiges Geschöpf aus einer unvorstellbar weit entfernten Welt wird in den Händen eines Mädchens butterweich und verletzlich. Muss ich noch mehr sagen? Ach ja, vielleicht noch eins: Er steht total auf Schokolade.
 
Was ist das Besondere an der Geschichte?
Das muss jeder Leser für sich selbst herausfinden. Ich würde aber mal behaupten, dass es in Anshar zumindest eine Sache gibt, die garantiert noch absolut neu ist und so noch nie dagewesen ist. Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, heutzutage zu diesem Punkt zu kommen? In einer Zeit, in der es mir so vorkommt, als hätte es jede Idee schon einmal gegeben und als wäre alles Neue doch nur aufgewärmt? Das kann kreative Gehirne schonmal zum verzweifeln bringen, aber ich sage mir: Man kann das Rad nicht dauernd neu erfinden. Aber man kann es so originell wie möglich verzieren.
 
Welche Bedeutung hat das Cover für die Story?
Hm, gute Frage. Es ist die Abbildung eines antiken Reliefs mit mysteriösen Kreaturen. In Anshar erfahren wir, dass solche Darstellungen womöglich der Realität entstammen könnten. Es gibt mehrere Szenen, die in längst vergangenen Jahrtausenden spielen – und es gibt Kreaturen. Damit hätten wir einen eleganten Bogen zum Cover geschlagen.
 

Ist Anshar ein Einzelband oder Mehrteiler?

Es ist als Zweiteiler angelegt, in erster Linie, um den Preis der gedruckten Bücher niedrig zu halten. Ein Einzelband hätte als Taschenbuch aufgrund der hohen Seitenzahl um die 20 Euro gekostet, da war mir einfach zuviel. Man kan natürlich argumentieren, dass das sowieso auf´s Gleiche herauskommt: Zwei Bücher für 10 Euro oder eins für 20 Euro. Aber so kann der Leser schonmal für den halben Preis reinschnuppern und sich den Rest sparen, falls es doch nicht seinen Geschmack trifft. Der zweite Teil „Anshar – Die Seele des Kiskanu“ ist momentan in Arbeit und sollte im Frühjahr 2015 erscheinen.

Vielen Dank, Britta, dass du dich so tapfer meinen Fragen gestellt hast.
Vielen Dank, liebe Clee, für dieses nette Interview. Es war mir wie stets eine Freude.
 
 
 
 
Und hier, damit unsere Akten vollständig sind:

Anshar – Der Atem des Windes

von Britta Strauß

CreateSpace, 09.11.14

eBook, ca.289 Seiten

0,99 € bis zum 01.12.14, regulär 2,99 €

ASIN: B00OCNB2V2

TB, 336 Seiten

10,50 €

ISBN: 1503109569

Leseprobe

Klappentext:
Solange ihre Erinnerung zurückreicht, wird Lillyan von einer Kreatur beschützt. Einer schattenhaften Gestalt mit nachtschwarzen Schwingen. Nicht nur deshalb werden Bücher ihr Leben und fantastische Träume auf Papier ihre Zuflucht. Das Geheimnis ihres Wächters, so glaubt sie, wird immer eines bleiben. Bis eines Nachts das Unglaubliche geschieht, und ein Abenteuer beginnt, das sie an die Grenzen ihres Verstandes führt. Und weit darüber hinaus.
 
 
Jetzt heißt es auf der Lauer bleiben. Das Gewinnspiel geht in ein paar Tagen los. Ich hoffe, ich sehe euch dann wieder hier.
 
 
Und wer nicht genug von der Frau mit der Zauberfeder haben kann, der findet hier noch ein älteres Interview mit der Autorin: KLICK!

5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Christina Matesic
    Nov 23, 2014 @ 21:36:49

    Dieses neue Werk von Britta Strauss werde ich mir sicherlich auch zu Gemüte führen. Das uralte, geflügelte Wesen hat mich neugierig gemacht, vor allem wenn es angesichts der Protagonistin butterweich wird.
    Am interessantesten fand ich die Antwort auf deine Frage, was denn das Besondere an ihrem Roman ist. Denn genau dasselbe trifft auf „Elea“ zu. Ich hätte es wahrscheinlich nur nicht so treffend formulieren können. ;)
    Das Gewinnspiel werde ich auf jeden Fall mal verfolgen.

    Antworten

    • cleesbuecherwelt
      Nov 27, 2014 @ 18:03:22

      Jap, ich kann’s auch kaum erwarten, diesem Wese beim „butterweich“-Werden zu zusehen. ;P

      Na ja, man sieht ja auch gerade an den Adaptionen wie klasse es ist, wenn man Altes neu aufbereitet. Also umso besser, dass „Elea“ ebenso ist. Ich mag Neuinterpretiertes :)

      Antworten

  2. Sabine K.
    Nov 24, 2014 @ 08:08:52

    Da gibt es kein Vertun, auch Anshar wird den Weg zu mir finden und mich nicht mehr verlassen!

    Seit „Die Seele des Ozeans“ bin ich mehr als hingerissen von Brittas Kunst! Und ich wünschte mir, es würden noch mehr Leute auf sie aufmerksam werden!!!

    Danke für dieses wundervolle Interview, ich hatte selbst schon die Idee, etwas ähnliches zu machen, aber kann man ja immer noch…der 2. Band ist ja nicht in soo weiter Ferne :)

    Liebste Grüße
    Bine

    Antworten

  3. cleesbuecherwelt
    Nov 27, 2014 @ 18:05:17

    Genau meine Rede! Ich liebe ihre Geschichten und kann gar nicht genug davon bekommen. Ich würde mir auch wünschen, dass sie nochmal bekannter würde, denn das hat sie absolut verdient. Vielleicht kommt das ja noch. *hoff*
    Auf dein Interview freue ich mich schon – unbedingt machen! :)

    Ebenso liebe Grüße zurück! :D

    Antworten

  4. Trackback: [Gewinnspiel] Anshar – Der Atem des Windes: Werde Teil von Britta Strauß‘ Welt! | Clees Bücherwelt

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