[Spionin on Tour] Fragen an Olga A. Krouk

2016 clee spionin on tourHallo alle zusammen,

dieses Mal habe ich das Glück gehabt, Olga A. Krouk als ein neues Opf-… ich meine, als einen neuen Kandidaten auf meinen Behandlungsstuhl zu bekommen. Die gute Frau dürfte euch bekannt sein, denn sie hat Deutschland schon mit allerhand Fantastischem bei Laune gehalten: Urban Fantasy, Romantic Suspence … und nun auch eine Märchenadaption für Jugendliche. Nur ein Ausrutscher? Lest selbst und ihr werdet es erfahren. :)

© Henriette Mielke -> Zur HP bitte anklicken! <-

Liebe Olga, verrätst du uns, an was für einem Projekt du im Moment arbeitest?
Im Augenblick mache ich eine kleine kreative Pause. Nach dem letzten Projekt habe ich sie dringend nötig – es gibt Geschichten, die einem alles abverlangen. Aber Ideen lassen einen nur selten in Ruhe, so dass ich glaube, schon bald wieder tippen zu dürfen, bis die Tasten rauchen.

Hast du schon Ideen für zukünftige Projekte und wenn ja, kannst du uns ein bisschen etwas zu diesen verraten?
Meistens habe ich unglaublich viele Ideen, und wenn mir eine interessant genug erscheint, schreibe ich dazu einen so genannten Pitch, der sich ein bisschen mit einem knappen Klappentext vergleichen lässt. So habe ich eine kleine Ausarbeitung über Cherry, die Tochter eines alternden Pop-Sternchen, geschrieben, die mit ihren Schwestern Apple und Peaches eher als Teil eines Obstsalats als ein Mitglied einer Familie fühlt; oder über eine Russalka im Internat für „feine Damen“ des historischen Sankt-Petersburgs, die lernen muss, mit der Wassermagie umzugehen … Es gibt auch ein paar Gedanken zu ernsten Themen, die mich nicht mehr loslassen. Kurz ausgedrückt: Mir stehen spannende Zeiten bevor!

Stehen in naher Zukunft irgendwelche Neuerscheinungen an und falls wir auf solche hoffen dürfen, von was handeln sie?
In diesem Jahr erscheint ein Jugendbuch von mir unter einem Pseudonym, mehr darf ich aber nicht verraten. Mit diesem Roman betrete ich ein ganz neues Feld für mich – und bin schon selbst äußerst gespannt, wie die Leser ihn aufnehmen werden.

Zur Rezension bitte anklicken!

Wie bist du auf den Einfall zu einer Märchenadaption gekommen? Warum ausgerechnet Dornröschen?
Das war ganz unspektakulär: Der Verlag ist auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich Lust hätte, mich an einer Märchen-Reihe zu beteiligen. Geplant waren Kurzromane, die eine Art Neu-Interpretation bekannter Märchen darstellen. Ich fand die Idee klasse, und so wurde mir ein Stichwort gegeben: Dornröschen. Wegen des hundertjährigen Schlafes bin ich gedanklich zuerst auf eine Dystopie gekommen. Doch so eine Welt innerhalb der begrenzten Seitenzahl zu entwerfen, wäre äußerst schwierig geworden. So kam die zweite Idee: Ich wollte versuchen, eine Komödie zu schreiben. Was würde passieren, wenn ein Metal-Girl in eine rosarote Prinzessinnenwelt gerät?

Planst du noch weitere Bücher im Jugendbuchgenre oder kehrst du nach Ewiglich Dornröschen und der noch geheimen Neuerscheinung erst einmal wieder zu den Erwachsenen zurück?
Im Moment müssen meine Romane für Erwachsene etwas hinten anstehen. Tatsächlich beschäftige ich mich im Augenblick vermehrt mit Jugendbüchern, und es macht mir unglaublich viel Spaß, hier neue Möglichkeiten zu entdecken. Meine Ausflüge in dieses Genre sind nicht nur witzig, manchmal sind sie sehr fantastisch oder auch traurig und hoffentlich ergreifend.

Hast du einen besonders gelungenen Satz oder eine Passage aus einem deiner aktuelleren Projekte, die du uns als Leseschmankerl zeigen könntest?
Ob die Passage gelungen ist, kann ich schwer beurteilen. Meistens feile ich so lange an den Sätzen, bis ich der Meinung sind, dass jeder von ihnen gelungen ist. In der kleinen Passage, die mir persönlich sehr gefällt, geht es um Liz, die nach Russland fährt, um mehr über sich selbst zu erfahren, und dort plötzlich mit übernatürlichen Kreaturen konfrontiert wird:

Die Kreatur, die über uns hockte, hob den Kopf und stierte mich mit ihren blutrünstig glühenden Augen nieder. Es war ein Brocken von mindestens zweieinhalb Metern, mit einem gekrümmten Rücken, an dem sich unter der Haut jeder einzelne Wirbel abzeichnete. Die muskelbepackten Pranken endeten mit bärenartigen Krallen, der flache Sixpack-Bauch – Sixpack! Echt jetzt? – hob und senkte sich regelmäßig. Hier und da sprossen Fellbüschel, besonders am Kopf und Nacken. Und natürlich auch an der Brust und unter den Achseln, weswegen Frauen, die Magnum sexy fanden, bei diesem Anblick schier ohnmächtig geworden wären. Die schlitzförmigen Augen verfolgten jede meiner Regungen. Wobei da nicht viel zu verfolgen war, weil ich in einer Pfütze lag und mich tot stellte. Langsam dämmerte es mir, was passierte, wenn man genveränderten Mais naschte. (© 2015 by Olga A. Krouk)

Liebe Olga, vielen Dank für das Interview! Und die Erkenntnis, dass ein Sixpack selbst noch im Angesicht des Todes für angenehme Zerstreuung sorgen kann … *g*

2016 Clee signatur

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