Aufbruch zu neuen Ufern!

Hiya alle miteinander,

obwohl ich mir vorgenommen hatte, häufiger in mein Online-Buchjournal zu schreiben, kam es nicht dazu. Ich weiß, welch erstaunliche Eröffnung, immerhin dürfte das allen aufgefallen sein. Wie dem auch sei. Um euch die zutiefst langweilige Liste an Gründen für mein Nichtschreiben zu ersparen, kommen wir lieber zu dem Grund, warum ich jetzt doch wieder in die Tasten haue: Ich bin Anfang diesen Jahres nach Irland gezogen. Für das nächste halbe Jahr habe mich unter die Insulaner des grünsten Fleckchens Erde gemischt und darf hier lernen, leben und hoffentlich an Erfahrungen wachsen.

Was ich nach den zwei Wochen, die ich jetzt schon in meiner neuen Heimat Galway bin, am Erstaunlichsten finde ist, dass ich trotz der täglichen Erkundung von Neuem endlich wieder zum Lesen und Schreiben komme. Keine Latein-Grammatikbücher oder Hausarbeiten für die Uni, sondern Romane und Geschichten. Bei den malerischen Landschaftsbildern und verwunschenen Dörfchen um mich herum, ist das wohl auch kein Wunder.

© 2014 Charlie Byrne’s Bookshop

Obwohl ich hier eindeutig mit dem Wetter zu kämpfen habe (in Irland lässt es sich auch fabelhaft auf dem Trockenen baden), fühle ich mich wie im Paradies.  Wusstest ihr, dass Autoren in Irland einen besondren Status haben? Ein Autor aus Dublin hat behauptet, für einen Iren ist es bedeutsamer, ein Schriftsteller als reich zu sein und dass das Lesen hier zum guten Ton gehört. Wollen wir ihm das einfach mal glauben. ;-) Vermutlich ist es auch eine Fügung des Schicksals, dass ich in der Stadt mit dem schönsten und beliebtesten Secondhand-Buchläden Irlands gelandet bin. Charlie Byrne’s Bookshop! Die Schnittstelle in all die fantastische Welten, in die wir sonst nur zwischen zwei Buchdeckeln finden. 2014-01-11 12.35.02

Ihr glaubt mir nicht? Dann solltet ihr euch mal dieses Foto ansehen … Ich war ja kurz davor, das Ding mitzunehmen, aber … ihr wisst schon, die Beule unter der Jacke wäre aufgefallen. ;-) Seht ihr? Einfach den Schildern folgen und schon seid ihr da. Ich habe es so gemacht und bin in einer ganz faszinierenden Ecke gelandet: bevölkert von Druiden, Feen, Geistern, Leprechauns und Menschen, deren Namen klingen wie das Wispern des Windes, das Rauschen des Meeres, das Wogen der Gräser … und ja, manchmal vielleicht auch das Mähen eines Schafs. Dieser Ort hatte eine solch magische Anziehungskraft, dass ich nicht P1010201widerstehen konnte, wenigstens ein kleines Stück davon in meine Welt mitzubringen – als Erinnerung, dass ich auf jeden Fall dorthin zurückkehren muss.

Dieses Buch wurde mir von einer der Torhüterinnen des Buchladens wärmstens ans Herz gelegt, wenn ich ein besseres Gespür für das „alte Irland“ bekommen möchte. Und das möchte ich in der Tat, aus schriftstellerischem Interesse, weshalb ich während meinem Aufenthalt in Galway auch einen Gälisch-Sprachkurs mache. Ihr seht, ich stecke schon zu tief in diesem Abenteuer, als dass es für mich noch ein Zurück geben könnte. Nicht, dass das überhaupt erwünscht wäre.

Well, ich bin mir nicht sicher, wie bald ich hier wieder etwas schreiben werde, aber ich hoffe, dass ich bald mehr zu berichten habe – natürlich über Bücher und all das, was Leseratten und Schriftsteller interessiert.

Alles Liebe

2016 Clee signatur

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